Burger-Brater zieht ins «Brenner-Haus» – wer bekommt den Burgermeister-Burger?

Kurz vor der Wahl gibt es noch einmal gute Nachrichten für den Ortskern. Ins «Brenner-Haus» am Rathausplatz soll schon im April ein Restaurant einziehen. Die Gemeinde hatte das Gebäude vor etwa zwei Jahren gekauft. Bislang scheiterten jedoch die Versuche, das Haus mit Leben zu füllen.

Jetzt kommt Bewegung in die Sache. Wie der Adelsdorfer Gemeindeschreiber erfahren hat, wird ein Franchisenehmer der in Zürich ansässigen Kette «Brooklyn & Burgermeister» das Erd- und auch das Obergeschoss nutzen, um dort künftig Burger-Spezialitäten anzubieten. Eine Besonderheit bringt der neue Betrieb erstmals in Adelsdorf auf den Markt: den Bürgermeister-Burger. Dieser soll im Marketing eingesetzt werden, aber auch tatsächlich möglichst oft auf den Teller der hoffentlich vielen Restaurant-Gäste landen.

Weil der Ausgang der Bürgermeister-Wahl am Sonntag, 15. März, allerdings noch offen ist, hat der Franchise-Nehmer von «Brooklyn & Burgermeister» in den vergangenen Tagen Rezepte bei den Kandidaten angefordert und diese testweise von Sterne-Koch Alexander Herrmann aus Wirsberg testweise zubereiten und bewerten lassen. Der Adelsdorfer Gemeindeschreiber konnte exklusiv mit ihm über die eingereichten Kreationen sprechen.

Im Test waren Burger von Amtshinhaber Karsten Fischkal, von CSU-Kandidat Uwe Pöschl, von SPD-Mann Norbert Lamm und einer des Grünen Michael Auer sowie der von Ralf Olmesdahl, Kandidat der «Adelsorfer Bürger». Nachfolgend die kulinarische Kritik für jeden einzelnen Burger.

Der Fischkal Air Whopper

Das eingereichte Rezept unterscheidet sich von den anderen durch das Brötchen, das mit heisser Luft vergrössert wurde. Der Patty (Fachbegriff für das Hackfleisch in der Mitte des Burgers) ist zwar nicht mehr ganz frisch, aber auch nach dem Braten immer noch saftig. Angereichert wird der Grund-Burger mit beliebig ausgewählten Salatblättern, einer Gurke und einer Tomate. Das Urteil von Alexander Herrmann: «Der Burger ist prinzipiell mehrheitsfähig, aber nichts besonders. Irritierend ist das luftige Brötchen. Wer hier etwas fester zupackt, spürt förmlich die Luft entweichen.»

Der Pöschl Bacon Burger

Dieser Burger von CSU-Kandidat Uwe Pöschl orientiert sich an den klassischen Burgern aus der Zeit um die Jahrtausendwende, damals noch erfolgreich verkauft als Goß-Burger. Als Zugeständnis an die moderne Zeit gibt es einen Streifen gebratenen Schinkenspeck. Das Urteil des Spitzenkochs dem Verkosten: «Dieser Burger macht nicht viel falsch, fällt aber auch nicht besonders auf. Insgesamt wirkt die Konstruktion etwas weich und beliebig. Selbst der Speck ist ‚a bisserl arch labbrig‘, und sicher hätte eine rassige Sauce gut getan.“

Der Vegi Burger Auer Style

Ganz im Zeichen des grünen Zeitgeists hat der Grünen-Kandidat Michael Auer seinen Burger kreiert. Der Patty besteht aus einer Mischung aus Erbsen, Quinoa und Soja-Protein. Dazu gibt es reichlich grüne Salatblätter. Das Brötchen wurde mit Mehl gebacken, deren Weizenkörner von Auer selbst auf den Feldern vorher wöchentlich gestreichelt wurden. Für Tester Alexander Herrmann ein «Experiment». Und er sagt weiter: «Ob sich die Adelsdorfer den schmecken lassen … ich weiss ja nicht …».

Der Olmesdahl All In Details Burger

Beim Kandidaten der Adelsdorfer Bürger- und Wählerinitiative (ABWI) kam selbst der Sterne- und TV-Koch ein wenig ins Schwitzen. Das eingereichte Rezept schrieb das Gewicht des Patties auf genau 163,2 Gramm vor. Das Salatblatt durfte nicht mehr als 21 Quadratzentimeter gross sein und die verwendete Saucenmenge war auf 32 Milliliter festgelegt. Nach dem Verkosten sagte Herrmann: «Dieses Burger-Rezept kann einen schon fast in den Wahnsinn treiben.»

Der «Nobbi Nacho»

Rot gefärbt in vielerlei Hinsicht ist der Burger des SPD-Kandidaten Norbert Lamm. Der Hackfleisch-Brätling soll bei ihm nach dem Grillen noch mindestens leicht rosa sein, als Belag kommen rote Zwiebelringe und rote Rüben zum Einsatz. Bei der Sauce wagt Lamm das Experiment, mexikanische Nacho-Sauce zu verwenden. Herrmann urteilt: «Das ist gewagt, aber hat Potenzial.»

Die Testergebnisse und das jeweilige Urteil wird Alexander Herrmann jetzt an den Franchise-Nehmer des künftigen Adelsdorfer Restaurants weiterleiten. Dieser wird dann nach der Kommunalwahl mit dem Gewinner der Bürgermeisterwahl über die Marketing-Kampagne zum Bürgermeister-Burger sprechen.

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