Neue Allianz im Gemeinderat – warum die Freien Wähler und die Grünen plötzlich zusammenarbeiten

Die konstituierende Sitzung des Gemeinderats hat es gezeigt: Die neue dreiköpfige Fraktion der Grünen und die acht Räte der Freien Wähler bilden eine Koalition (hier der Bericht von nordbayern.de). Natürlich musste sich Bürgermeister Karsten Fischkal die Gunst der Grünen mit dem Posten einer Dritten Bürgermeisterin für Sabina König erkaufen. Aber die Grünen haben viel mehr als das herausgeholt, wie der Adelsdorfer Gemeindeschreiber exklusiv in Erfahrung bringen konnte.

So einigten sich die Grünen mit den Freien Wählern unter anderem auf folgende ökologische Komponenten für die künftige Zusammenarbeit:

  • Die Sanierung der Strassen im Oberdorf soll weiterhin keine Priorität haben. In den maroden Rinnsteinen haben sich inzwischen teils seltene Insekten zwischen den Gräsern angesiedelt. Die Grünen prüfen hier, ob in der Bahnhofstrassen und den abzweigenden Strassen nicht neue Mikro-Naturschutzgebiete ausgewiesen werden können.
  • Die Strassenreinigung soll ebenfalls bis auf weiteres wie bisher gehandhabt werden. Je weniger gereinigt werde, desto höhere Chancen bestehen, dass sich die Biodiversität auch in anderen Bereichen entwickeln kann.
  • Die Vermarktung von Flächen für die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe soll auf dem bisherigen Niveau weiterlaufen. Die Grünen sind damit zufrieden, weil damit wohl auch weiterhin viele Grundstücke brach liegen bleiben und als Rückzugsfläche für Vögel und Kleingetier dienen.
  • Bei sämtlichen Festivitäten der Gemeinde werden künftig auch vegetarische Bratwürste gegrillt. Sämtliche Getränke werden in Mehrwegflaschen oder -bechern ausgeschenkt.
  • Der Bürgermeister verpflichtet sich, mindestens eimal monatlich bei Auftritten im Fernsehen eine grüne Krawatte zu tragen (alternativ ist ein grünes Hemd möglich).

Wie gut die orange-grüne Zusammenarbeit in den nächsten sechs Jahren funktioniert, wird sich in den nächsten Sitzungen zeigen. Die Minderheit im Gemeinderat – bestehend aus den fünf CSU-Räten sowie den jeweils zwei Räten von SPD und ABW – suchen noch eine Strategie gegen die neu gebildete «Regierungskoalition».

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